Ein lokales Active Directory kann Verzeichniserweiterungen (Directory extensions) haben. So werden zum Beispiel bei der Installation von Microsoft Exchange 15 Erweiterungsattribute in Active Directory erstellt.

Die Werte dieser Verzeichniserweiterungen werden nicht mit Azure AD Connect synchronisiert. Werden diese Werte in Azure AD benötigt, muss Azure AD Connect entsprechend konfiguriert werden..

In einem Kundenprojekt bestand die Anforderung, das Verzeichniserweiterung “employeeID” in Azure AD zur Verfügung zu stellen, damit später eine Unternehmensanwendung in der Cloud darauf Zugriff erhalten kann.

Synchronisierungsoptionen anpassen

Azure AD Connect starten und die Aufgabe “Customize synchronization options” öffnen

Mit einem globalen Administrator aus dem Microsoft Tenant anmelden

Verbindung zum lokalen Active Directory prüfen

Das optionale Feature “Directory extension attribute sync” auswählen

Es werden nun alle Verzeichniserweiterungen aufgelistet und können ausgewählt werden. Es können maximal 100 Attribute hinzugefügt werden.

Die Konfiguration wird nun geprüft und kann danach ausgeführt werden

Vollständige Synchronisation erzwingen

Nach erfolgreichem Abschluss der Konfiguration kann ein Azure AD Full Sync mit PowerShell ausgelöst werden.

Start-ADSyncSyncCycle -PolicyType Initial

Wert der Verzeichniserweiterung prüfen

Mit Powershell kann der Wert der Verzeichniserweiterung geprüft werden. Im nachfolgenden PowerShell Befehl wird das Attribut “employeeID” ausgegeben.

Get-AzureADUser -ObjectId "charles.leclerc@webdom.ch" | Select -ExpandProperty ExtensionProperty

Der Wert des Attributes “employeeID” wurde mit “cl16” korrekt synchronisiert und kann nun von der Unternehmensanwendung weiterverwendet werden.